Das Thema der zeitlichen Qualität des Feng Shui, oder auch das System „Fliegende Sterne“ genannt, beschäftigte mich von Anfang meiner Feng Shui Karriere. Schon kurz nach meinen ersten Jahren als Feng Shui Beraterin bekam ich das wunderbare Buch von Feng Shui Meister Ulrich Lippelt in die Hände. 

Ich empfehle es auch gerne an meine Studenten weiter »

Ulrich Lippelt ist eine Koryphäe auf dem Feng Shui Markt. Deshalb freue ich mich besonders auf dieses Interview mit ihm!

Petra:

Lieber Ulrich, könntest Du mir berichten, wie Du selbst lebst und was Dich bewegt?

Ulrich:

Liebe Petra, seit meinem Eintritt in den Ruhestand Ende 1999 habe ich die Muße mich vollzeitlich mit den Dingen zu beschäftigen, die mich seit etwa dem 23. Lebensjahr interessieren oder besser gesagt, eigentlich faszinieren. Das sind neben dem buddhistischen und taoistischen Gedankengut die Akupunktur. Zu dieser kam später, als ich in Sri Lanka tätig war, auch die Ayurvedische Medizin hinzu. Während meiner 15 Jahre in Sri Lanka hörte ich oft von der indischen Vasti‑Methode, die den Lebensraum energetisch beeinflusst. Doch mir blieb ein tieferer Einblick darin versperrt.

Erst während meiner fünf Jahre auf den Philippinen begegnete ich dem chinesischen Feng Shui.

Das mich als Akupunktur unseres Lebensraumes sofort sehr vertraut erschien und mich seitdem nicht mehr losgelassen hat.

Mein Leben wird heute durch das Bemühen bestimmt, die gesetzmäßigen Zusammenhänge der vielfältigen Gegebenheiten in unserem Leben tiefer und besser zu verstehen.

Feng Shui Meister Lippelt im Gespräch mit Stephan SkinnerUm mit den wechselnden Einflüssen, denen wir ausgesetzt sind, in Harmonie leben zu können. Die Methoden des Feng Shui bieten dafür einen Weg. Leider ist Vieles, was wir als traditionelles Feng Shui kennen lernen, nur überlieferter Aberglaube. Und auch manche Methoden, die als authentisch angepriesen und befolgt werden, beruhen nur auf Glauben aber nicht auf Wissen und sind somit wertlos. Um Richtiges vom Falschen unterscheiden zu können, ist die Kenntnis und das Verstehen der Grundlagen des Feng Shui unabdingbar. Das liegt mir am Herzen und darum bemühe ich mich.

Petra:

Lieber Ulrich, wie bist Du zum Feng Shui gekommen?
Was begeistert Dich heute noch an Feng Shui?

Ulrich:

Es war vor etwa 30 Jahren, als ich an die deutsche Botschaft in Manila versetzt wurde. Wenige Wochen nach meiner Ankunft dort besuchte ich den chinesischen Friedhof, der als Sehenswürdigkeit galt. Und war erstaunt, wie ungewöhnlich er angelegt war. Auf meine Fragen wurde mir erklärt, er sei nach den Prinzipien des Feng Shui angelegt worden. Das machte mich neugierig und ich versuchte, mehr darüber zu erfahren. Damit begann für mich eine Reise in die Welt der chinesischen Kosmologie, die mich noch immer erstaunen lässt.
Yin und Yang
Die chinesische Weltanschauung kannte schon seit vielen tausend Jahren den „Urknall“ durch das undefinierbare „Wu“, das Unerkennbare, sich in Yin und Yang teilte und damit unsere Welt der Dualität schuf.

Vieles, was ich lernte, erschien oft kaum glaubhaft und phantastisch.

Doch praktische Erfahrungen bestätigten immer und ohne Ausnahme die Wahrheit der Aussagen.

Die Grundlage meiner Experimente bildeten meine bei Prof. Hübotter in Berlin erworbenen Kenntnisse über die Akupunktur, den Aufbau und die Ordnung des chinesischen Kalenders sowie die Regeln der gegenseitigen Beeinflussung der fünf Elemente. Dies führte zum besseren Verständnis des Feng Shui, dem eine Weltordnung zugrunde liegt.

Für mich ist Feng Shui eine Methode, die auf der Erkenntnis einer Ordnung von kosmischen Energien basiert und uns die Möglichkeit gibt auf unser Schicksal Einfluss zu nehmen. Dabei handelt es sich in erster Linie einen Schutz aufzubauen: Schutz vor Verlust, Willkür, gesundheitlichen Schäden, Lebensbedrohungen, Streit und Zerwürfnis. Feng Shui bietet aber auch einen Rahmen für die, aufgrund der Eigenart des Wohn- oder Arbeitsraumes, gegebene Verteilung der Energien: Gewinn, Harmonie in Beziehungen, erfolgreiche Projekte, gesellschaftliches Ansehen, gute Lernfähigkeit, Gesundheit und mehr.

Meine Erfahrungen mit dem Feng Shui haben mein Weltbild verändert und mich Möglichkeiten erkennen lassen, das Schicksal bewusst zu gestalten.

Petra:

Mich würde vor allem Deine bewegendste Erfahrung mit Feng Shui interessieren.

Ulrich:

Das zu beantworten ist schwer, denn meine Erfahrungen mit Feng Shui über die vielen Jahre waren alle in ihrer Art erstaunlich. Ein völliges Umdenken wird förmlich angefeuert, wenn man erlebt, wie mit kleinen Mitteln im Lebensumfeld geradezu schicksalhafte Veränderungen eintreten können.

Mit zwei Beispielen, die ich erlebt habe, will ich versuchen das zu zeigen.

Während meiner Zeit in Sri Lanka hatte ich mir ein Grundstück gekauft und ein kleines Haus gebaut, in der Absicht dort mal meinen Lebensabend zu verbringen. Die politischen Ereignisse in diesem Teil von Sri Lanka hatten aber in folgenden Jahren bürgerkriegsähnliche Verhältnisse entstehen lassen und ich musste die Pläne für meinen Ruhestand aufgeben. Ich bemühte mich das Grundstück zu verkaufen und fand nach langer Zeit einen Interessenten, mit dem ich einig wurde.

Ich flog nach Sri Lanka, um den Verkauf abzuwickeln, wurde dann aber dort daran gehindert. Denn eine, in den Wirren des Bürgerkrieges zur Macht gekommene Gruppe, beanspruchte mein Grundstück für sich und hatte gerichtliche Klage gegen mich eingeleitet.

Es wurde schnell klar, dass man mich enteignen würde und ich nichts dagegen unternehmen konnte.

Interview mit Feng Shui Meister Ulrich LippeltDeshalb bat ich einen alten Freund vor Ort, unterstützt durch einen Rechtsanwalt, die Gerichtsverhandlungen zu beobachten. Ich selbst flog zurück nach Bangkok, wo ich seit Jahren lebe. Zu Hause angekommen, suchte ich nach einem Feng Shui Hinweis, der eine Erklärung für diese Situation geben könnte.
In der Mitte meiner Wohnung in Bangkok habe ich die Energien: 2-3, Basistern 7. Ich wusste natürlich seit Jahren, dass die Kombination Gesichtsstern 3 und Zeitstern 7 unerwartetes Geld bedeutet, dass aber Rechtsstreitigkeiten und Verlust nach sich zieht. Um diesen negativen Einfluss auszuräumen, hatte ich schon vor Jahren einen kleinen Wasserfall hingestellt, der die Energie des Zeitsterns Nr. 7 beseitigt und damit die Kombination 3/7 unwirksam gemacht hat.

Ich suchte also weiter nach Anhaltspunkten und kam nach vielen Überlegungen darauf, den Jahres- und Monatsstern zu überprüfen.

Meine Ankunft in Sri Lanka war zwei Tage nach dem chinesischen Neujahr in 2010, das den Jahresstern Nr. 8 hatte. Der Monatsstern des ersten Monats in diesem Jahr war Nr. 2. Die starke Erdenergie beider Sterne hatte, mit Beginn des neuen chinesischen Jahres, die Wirkung des Wasserfalls aufgehoben und den Einfluss der Sternkombination 3/7 wiederhergestellt. Um diese Situation zu beheben, habe ich dann den Wasserfall durch eine rote Lampe ausgetauscht. Dadurch wurde der Gesichtsstern Nr. 3 entfernt und die Sache in Ordnung gebracht. Zwei Tage darauf erhielt ich die Nachricht von meinem Freund aus Sri Lanka, dass das Gericht zu meinen Gunsten entschieden und die Enteignungsklage zur Überraschung aller abgewiesen hat.

Das Feng Shui System der „Fliegenden Sterne“:
 Dahinter steckt ein sehr komplexes System zur Berechnung der zeitlichen Qualitäten für ein Haus und dessen
 Bewohner. Es hat nichts mit den Sternen im herkömmlichen Sinne zu tun. Der Gesichtsstern, auch Facingstern
 genannt, ergibt sich im Feng Shui System der Fliegenden Sterne aus der aktivsten Seite des Hauses.
Das zweite Beispiel, dass ich aufführen möchte, war für mich nicht weniger dramatisch.

Mein Schlafzimmer in der Wohnung in Bangkok hat die Energien 3-2, Basisstern 8. Nach dem Einzug war es mir wichtig, die Gesichtsrichtung der Wohnung zu überprüfen. Denn die Kompassablesungen waren sehr unterschiedlich, wie das in modernen Hochhäusern oft der Fall ist. Da ich schon ein paar Wochen im Schlafzimmer geschlafen und oft mit Verdauungsstörungen zu tun hatte, machte ich mich daran den Gesichtsstern Nr. 2 mit der Salz-Wasser-Methode zu besänftigen. Als ich dann die Schüssel mit dem vom Wasser knapp bedeckten Salz an den vorgesehenen Platz hinstellte, musste ich sofort wiederholt und stark aufstoßen. Ich spürte, dass im Magen-Darm-Bereich wohltuende Veränderungen vor sich gingen. Diese plötzlichen Reaktionen waren unübersehbar stark und sehr beeindruckend.

Petra:

Vielen Dank für das tolle Interview! Ich freue mich darüber, dass Du wie ich gerne Experimente mit Feng Shui machst und vor allem diese bereit bist mit uns zu teilen.

Danke Dir von Herzen lieber Ulrich. Ich bin sicher, dass viele Experten des Feng Shui sehr beeindruckt von Deinem Erlebnis sind.

Und Du lieber Leser, der vielleicht die ein oder andere Frage aufkommen spürt, kannst die Antwort bekommen. Nutze bitte die Möglichkeit, Deine Frage auf meinem Blog zu stellen.

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Deine Petra Coll Exposito

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1 Kommentar

  1. Petra so eine lovely person, der Ulrich!!! Tolles Interview!!! Habe seine Bücher rausgeholt und werde jetzt alles nochmal lesen. 😀

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