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Petra

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Was sich anhört wie ein Oskar prämierter Film, ist in Wirklichkeit die Farbe des Jahres 2017! Ende letzten Jahres hat das Farbforschungsinstitut Pantone die neue Trendfarbe für diese Saison gekürt: Greenery! Dieser erfrischende Grünton löst die beiden Pastellfarben „Rose Quartz“ und Serenity“, die im letzten Jahr den Ton angaben, ab.

Pastellrosa und Hellblau standen stellvertretend für das Verschmelzen der Geschlechtergrenzen, für das Bedürfnis nach Harmonie und für das Gefühl von Ordnung und Frieden.

Da die Pantonfarben immer die momentane globale Stimmung aufgreifen ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass es in diesem Jahr die Farbe der Hoffnung aufs Siegertreppchen geschafft hat.

Greenery als Symbol für Wandlung und Vitalität

Der frische, gelbgrüne Farbton versinnbildlicht den Neubeginn, die Hoffnung und die Lebenskraft. In unruhigen Zeiten sehnen wir uns nach Ausgeglichenheit, Einklang mit der Natur und mehr Natürlichkeit.

„Greenery“ – das Wort zergeht einem auf der Zunge, oder? Es schreit förmlich nach Frühling, frischem Gras, gesundem Essen, Kraft tanken, entschleunigen und einfach mal durchatmen.

Die Farbe des Jahres zieht in unseren Alltag ein

Kaum zur Farbe des Jahres gekürt, wurde Greenery allgegenwärtig. Dieser lebensbejahende Grünton zog schneller in unseren Alltag ein als wir gucken konnten! Auf einmal waren die Superfoods, wie Avocados und saure Äpfel, nicht mehr nur einfach Grün, NEIN, sie waren Greenery!

Selbst die Mode- und Beautybranche stürzte sich wie wild auf die neue Farbe. Jacken, Kleider, Blusen und Shirts kamen in Grün daher…und sahen richtig gut aus.

Natürlich war auch in der Interiorszene die Ampel auf Grün gestellt. Designer und Möbelhersteller hatten diesen Farbton direkt in ihren Kollektionen aufgenommen: niedliche kleine Sessel, Beistelltische, Kissen, Vasen, Gardinen…greenery, wohin das Auge reicht –  selbst Pflanzen wurden wieder salonfähig.

Im Ernährungsbereich hat sich der grüne Trend auf jeden Fall durchgesetzt. Ebenso fand Grün in der Modewelt Anklang, wobei die Pastelltöne des letzten Jahres immer noch zu finden sind! Und wie sieht es in den eigenen vier Wänden aus? Haben wir darauf gewartet, uns farbige Möbel und neue Dekoration zu gönnen?

Grün in den eigenen vier Wänden

Natürlich machte die Farbe des Jahres keinen Halt vor unseren heimischen Wohnzimmern. Ganz im Gegenteil, Greenery steht nach wie vor hoch im Kurs. Oder wie lässt sich sonst der anhaltende Boom von begrünten Wänden, botanischen Mustern, Pflanzen und Dekoration, die die Natur widerspiegelt, erklären? Es liegt wohl daran, dass sich diese charakteristische Farbe im Wohnbereich auf herrliche Art und Weise einsetzen lässt.

Und damit du in puncto Dekoration nicht „grün hinter den Ohren“ bleibst, haben wir ein paar wertvolle Tipps für dich:

So kombinierst du die Trendfarbe Greenery richtig:

Grün in Kombination mit Weiß und Grau: Greenery ist die perfekte Ergänzung zu dezenten Farben wie Weiß und Grau. Dieser Frischekick peppt schlicht eingerichtete Räume ganz einfach auf.

Greenery trifft auf Weiß und Holz: In Kombination mit warmen Holztönen macht sich Grün super, da es das Holz lebendiger wirken lässt und zum Strahlen bringt. Weniger ist bekanntlich mehr! Achte immer darauf, Holz und Grün mit viel Weiß zu kombinieren, damit dein Gesamtkonzept nicht zu überladen wirkt.

Grün gemixt mit Blau und Türkis: Wenn dir nur eine Akzentfarbe zu wenig ist, du aber trotzdem nicht auf eine ruhige Raumstimmung verzichten möchtest, sind Blau und Türkis unverzichtbare Partner von Greenery. Frisch, zart und herrlich beruhigend wirkt dieser ausgewogene Farbmix. Auch hier gilt: Akzente setzen und nicht den ganzen Raum farblich zukleistern – viel hilft viel, kannst du hier getrost vergessen.

Grün und Rot, der Komplementärkontrast: Du magst es lieber bunt? Kein Problem! Die ganz Mutigen bringen Komplementärfarben zusammen. In unserem Fall wäre das: Rot! Komplementärfarben liegen sich im Farbkreis gegenüber und aufgrund der Gegensätzlichkeit steigern sie sich gegenseitig. Das bedeutet, dass Rot und Grün in Kombination die höchste Farbwirkung und Leuchtkraft entwickeln und jede Farbe für sich voll zur Geltung kommt. Das ist dir doch zu krass? Dann versuch es mit der abgeschwächten Form:

Grün, Rosa und Beerentöne – ein harmonischer Kontrast: Durch das starke Aufhellen des Rottons oder die Beimischung von Grau wirkt Rot gar nicht mehr grell und in Kombination mit Grün entsteht eine stilvolle Augenweide, die beruhigend und Stress abbauend wirkt.

Auf die richtige Dosierung kommt es an!

Deko und Kunstobjekte geben jedem Raum den letzten Schliff. Vasen, Schalen, Kissen, Pflanzen, Gardinen und Lampen sind Ausdruck deines Stils und deiner Persönlichkeit, sie bringen Stimmung in deine vier Wände.

Farb- und Dekoakzente kommen zur Geltung, wenn du auf die richtige Dosis achtest. Damit deine Dekoration nicht zu überladen wirkt, sollte die Trendfarbe Greenery nur punktuell im Zimmer auftauchen. Hier ein Kissen, dort eine Vase, vielleicht noch ein farblich passendes Bild und im Handumdrehen hast du mit Kleinigkeiten deinen Wohnraum verzaubert.

Kleinigkeiten sind dir zu wenig?

Bei dir müssen die Wände oder das Sofa farbig sein? Alles kein Problem! Dein Sofa kann grün und auffällig sein, wenn sich die restliche Einrichtung des Wohnbereichs unterordnet. Schaffe optische Ausgleiche, wie neutrale Wand- und Bodenfarben. Auf weitere Akzente in der Sofafarbe solltest auf keinen Fall verzichten. Auf diese Weise schaffst du ein perfekt aufeinander abgestimmtes Gesamtkonzept.

Hast du einen Essplatz im Wohnzimmer, könnten ein oder mehrere Stühle, das Grün des Sofas aufgreifen. Genauso gut könnte ein Teppich mit grünen Akzenten eine optische Verbindung herstellen.

Selbst eine grüne Wand hinter deinem  grünen Sofa ist machbar. Die beiden Grüntöne sollten auf jeden Fall aus der gleichen Farbfamilie kommen. Das heißt: Die Farbtöne stammen von einer Grundfarbe ab und unterscheiden sich nur in den Nuancen, sind also heller oder dunkler. Ein Eyecatcher wäre diese mutige Kombination in jedem Fall.

Du siehst also, es ist gar nicht schwer, Räume farblich ansprechend einzurichten und zu dekorieren.

Zu guter Letzt:

Erlaubt ist was gefällt. Der persönliche Geschmack ist entscheidend – mach dir die Wohnwelt, wie sie dir gefällt. Du musst dich auch nicht jedem Trend unterwerfen, aber an Greenery kommst du in diesem Jahr nicht vorbei!

 Und? Schwimmst du mit uns auf der grünen Welle? Zeig uns deine Ideen und dein Zuhause!

 Über die Autoren:

Susanne Michel & Jutta Noruschat

sind zwei leidenschaftliche Home Stagerinnen, die beruflich Immobilien professionell für dem Verkauf herrichten. Unter dem Namen wohnALARM.blog teilen sie ihre Erfahrungen in puncto wohnen, geben wertvolle Tipps und verraten ihre Tricks. Auf ihrem gleichnamigen YouTube-Kanal veröffentlichen sie regelmäßig Videos zu den Themen: Do-it-Yourself, Wohntrends und Praxiserfahrungen.

FARBEN LÖSEN STIMMUNGEN AUS

Du kennst sicherlich das Gefühl beeinflusst zu werden, ohne dass es Dir bewusst ist. Nicht nur Menschen, sondern auch Farben und Formen haben eine Ausstrahlung. Lerne wie Farben auf Dich wirken. So kannst Du dann Stimmungen erzeugen und selbst darauf Einfluss nehmen. Damit veränderst Du, was nicht zu Dir passt. Farben kannst Du bewusst in der Werbung einsetzen, um die Ausstrahlung Deines Produktes zu unterstützen. Zuhause oder auch im Beruf wirkt jede Wandfarbe wie ein Magnet; manchmal eher abstoßend, oftmals auch anziehend.

 

Welche Farben löst bei dir welche Stimmung aus!

Willst Du Dich selbst besser kennen lernen? Dann sei herzlich eingeladen, bei meinem kleinen Farbexperiment mitzumachen.

Beobachte Dein eigenes Verhalten und beantworte folgende Fragen:

  1. Welche Farben dominieren in Deinen Räumen?
  2. Wer hat diese Farben ausgesucht, Du oder jemand anderes?
  3. Hatte das Schlafzimmer schon immer diese oder eine ähnliche Farbe?
  4. Welche Farbe zieht Dich momentan magisch an?
  5. Schaue in Deinen Kleiderschrank. Welche Farbe dominiert dort?
  6. Welche Farbe trägst Du momentan am liebsten?

Überprüfe und analysiere Deine Antworten. Welche Farbe dominiert Dein Leben am stärksten? Schreibe Deine Antwort auf. Denn Du kannst das Experiment wiederholen und so erneut schauen, in welcher Gefühlswelt Du Dich momentan befindest. Auch kannst Du so schauen, wie sich dein Gefühl durch eine gezielte Farbwahl verbessern lässt. 

 

Hier zeige ich Dir, wie sich Farben auf Dich auswirken.

Den Anfang macht Blau ‑ die Lieblingsfarbe der Deutschen.

Diese Farbe steht für Kommunikation. Sie wirkt beruhigend, fördert die Ausdrucksfähigkeit und gibt Selbstbewusstsein. Darüber hinaus sorgt sie für Kreativität und bringt Deine inneren Gedanken auf einen neuen Weg. Frieden, Frische und Freiheitsgefühl werden dieser Farbe auch nachgesagt. Mit Blau wirkt der Raum zudem größer und es kühlt Wohnräume in denen viel Hitze herrscht.

LEDs mit einem Blauspektrum vermindern auch die Einschlafgefahr für LKW-Fahrer während der Fahrt.

Pastellblau wirkt optisch noch größer und ist damit gut für kleine Räume. Dieser Blauton ist gut, wenn Du unter Schlaflosigkeit leidest. Meide diese Farbe jedoch bei Depressionen und wenn Du früh schlecht aufstehen kannst.

Dunkelblau regt Deine Fantasie und vor allem die Psyche an. Dein Verantwortungsgefühl wird gestärkt und Vertrauen erweckt.

Türkis steht für Reinheit und Jugendlichkeit. Außerdem gibt es Dir Hoffnung und bringt Dich in Einklang mit dem Leben. Somit ist es sehr hilfreich bei Qualen und Depressionen. 

Meine Farbberatung geht in die nächste Runde, dieses Mal mit Violett.

Die Farbe steht für würdevolle, extravagante, mystische, spirituelle und meditative Eigenschaften. Sie beeindruckt und wirkt wie eine Hypnose oder eine Reise ins Unterbewusstsein. Damit fördert dieser Farbton Deine Inspiration und Konzentration. Er hilft Dir dabei das tiefste Innere zu erreichen und Deine Ängste zu mindern. Außerdem hilft Dir die Farbe Deinen Appetit zu zügeln.

Blasses Lila hingegen wirkt gelassener auf Dich.

 Gelb wirkt meist gut an Wänden.

Jedoch bei Kleidungsstücken ist die Farbe weniger beliebt. Gelb steht für Weisheit, Licht, Glück und gute Laune. Der Farbton erhöht damit nicht nur Deine Lebensfreude, sondern ist auch ideal zur Linderung von Ängsten und Depressionen. Eben eine energiegeladene Farbe, die jedoch nicht aufregt. Gelb fördert zudem Intelligenz und kann Dein Verständnis wecken. Es wirkt auf Dein seelisches Gleichgewicht. Hat aber auch wohltuenden Einfluss auf Deine Verdauung und regt den Appetit an.

Bist Du ein Mensch, der viel grübelt, dann solltest Du diese Farbe im Schlafzimmer vermeiden. Sie ist eher gut für Orte, an denen viel organisiert wird. Gelb stimuliert Deine Psyche. Es weckt Deine Neugier und fördert Deine Konzentrationsfähigkeit. Welche Gedanken hast Du, wenn Du an die Farbe Gelb denkst? Was sind Deine ersten Eindrücke und Gefühle?

Die Farbe Orange fördert Deine Kommunikation.

Aktivität und Freundlichkeit, aber auch Deine Toleranz und Warmherzigkeit. Zudem regt sie Deinen Sexualtrieb an und hebt Deine Stimmung, denn Orange wirkt erfrischend und macht gute Laune. Des Weiteren aktiviert der Farbton die Energie in Deinen Körper, verleiht Kraft und Ausdauer. Die Farbe Orange hilft Dir damit auch bei Lustlosigkeit und Langeweile. Vielleicht hast Du selbst auch schon diese Erfahrung gemacht?

Rot solltest Du vorsichtig einsetzen.

Sonst kann die Farbe zu impulsiv auf Dich wirken, denn sie steht für Macht und Dynamik. Allerdings fördert sie auch zukunftsorientiertes Handeln. Die Farbe kurbelt zudem Deine körperliche Aktivität an. Sie gibt Dir also Vitalität und Energie. Womit sie Dir bei Erschöpfung und Vereinsamung hilft. Rot wirkt warm, aktivierend und anregend.

Die Liebe und Leidenschaft werden ihm zugewiesen.

Deshalb gilt es auch als eine aphrodisierende Farbe, die Lust anregt und Verliebtheit entflammen kann. Sie ist appetitanregend und macht Lust auf Sex. Wenn Du gut schläfst, aber schlecht aus dem Bett kommst, kannst Du diese Farbe für das Schlafzimmer wählen. Rot wirkt in diesem Fall erfrischend und macht aus Dir einen Siegertypen. Es vermittelt aber auch Gemütlichkeit. Solltest Du eine Frostbeule sein, so ist diese Farbe ideal für Dich. Achtsam solltest Du jedoch vor überstürztem Handeln und Impulsivität sein. Bei viel Streit vermeide Rot unbedingt. 

Die Farbe Rosa wirkt gegen Stress, ist aber auch sehr mädchenhaft.

Deshalb solltest Du sie im beruflichen Umfeld eher vermeiden. Allerdings fördert sie Deinen Optimismus und bringt Stabilität. Rosa suggeriert Dir Sanftheit und mütterliche Liebe. Bei körperlichen und seelischen Schocks wirkt es somit beruhigend auf Dich. Es weckt bei Dir sogar das Mitgefühl. Hast Du schon mal solche Erfahrungen gemacht, in denen Dir diese Farbe in einer kritischen Situation geholfen hat?

Grün wirkt entspannend und genau wie Orange und Rot appetitanregend.

Es beruhigt und besänftigt Dich. Diese Farbe senkt Deinen Blutdruck, gibt Deinem Herzen Kraft und ruft Wohlbefinden hervor. Sie steht auch für Harmonie, Stabilität, Klarheit und beruhigt Deine Nerven. Zudem stärkt sie Dein Immunsystem und bringt Heilung für Dich. Vor allem bei psychischen Krankheiten, wirkt Grün positiv und fördert einen erholsamen Schlaf. Es wirkt gemütlich, belebt Deinen Körper und weckt eine vertrauliche Atmosphäre. Deshalb ist das die Farbe bei stressigem Arbeitsumfeld oder im medizinischen Bereich. 

Braun wirkt auf Dich nostalgisch, rustikal und traditionell.

Diese Farbe verleiht Authentizität. Sie wirkt wie ein Blick in die Vergangenheit und wirkt dadurch meist altmodisch. Wenn Du Dich also gerne an die Vergangenheit hältst, könnte es sein, dass Du Braun bevorzugst. Schließlich strahlt es auch Geborgenheit aus.

Schwarz ist edel, elegant, vermittelt Seriosität und flößt Respekt ein.

Die Farbe wirkt aber auch unergründlich, geheimnisvoll und steht für Stille. Wenn Du also oft Schwarz trägst, bist Du wahrscheinlich schüchtern, da die Farbe als unauffällig gilt. Würde und Ansehen werden Schwarz ebenfalls nachgesagt. Es hat somit auch einen feierlichen Charakter.

Silber wirkt reinigend und harmonisierend.

Als Farbe der Höflichkeit steht es für Klugheit, Selbstständigkeit, Sicherheit und Pünktlichkeit. Silber regt Deine kommunikativen Fähigkeiten an. In „großen Mengen“ soll es jedoch Redseligkeit und Unwahrheiten fördern. Der Glanz des Silbers verdrängt nicht, sondern spiegelt andere Farben unverfälscht wider. Das Silber selbst tritt in den Hintergrund. Es ist eine Farbe des Modernen, Unkonventionellen und Originellen.

Grau ist neutral und zurückhaltend.

Manchmal wirkt es rebellisch, aber auch schüchtern und introvertiert. Es ist keine lebendige Farbe. Bist Du Single, solltest Du Grau meiden, denn die Farbe wirkt kühl und nüchtern.

 Weiß symbolisiert Sauberkeit, Reinheit, Hygiene, steht aber auch für Sterilität und Unschuld.

Es reflektiert Licht in dunklen Räumen. Deshalb solltest Du diese Farbe an einer Wand mit Fenster anwenden. Am besten immer in Kombination mit anderen Farben wählen. In weißen Räumen arbeitest Du langsamer und schlechter als in farbigen Räumen. Dies wurde wissenschaftlich herausgefunden.

 Gold wird häufig mit der Sonne in Verbindung gebracht.

Es steht für Macht, Reichtum, gibt Dir aber auch Kraft und Inspiration. Die Farbe hilft gegen Angst, Unsicherheit und Gleichgültigkeit. Gold ist die Farbe von großen Jubiläen (goldene Hochzeit). Es gehört zu den stillen Tugenden, die sich in der Dauer bewähren: Treue, Freundschaft, Wahrheit und Hilfsbereitschaft.

Ich freue mich auf Deine Rückmeldung. Scheibe mir!

Was ist Deine Lieblingsfarbe? Warum hast du genau diese Farbe als Lieblingsfarbe gewählt?

Bin gespannt, welche Farbe bei meiner Umfrage gewinnt.

Deine Petra Coll Exposito

Begegnungen mit Menschen, die Großes geschaffen haben, hinterlassen bei mir einen bleibenden Eindruck. Die Duftöle von der Firma PRIMAVERA kennt nicht nur jeder in Deutschland, sondern auch im Ausland. Doch der große Durchbruch kam erst, nachdem der Chef des Hauses seine jahrzehntelangen Feng Shui Erfahrungen umgesetzt hatte.

Feng Shui und noch viel mehr steckt hinter dem Gebäude der PRIMAVERA LIFE GMBH.

Hier geschieht alles im Einklang mit der Natur. Auch die zu erwerbenden ätherischen Öle und Kosmetik werden so produziert.

Ein Feng Shui beim Gebäude der PRIMAVERA LIFE GMBH dem Gründer der Firma Primavera

Lieber Kurt, wir beide kennen uns nun schon eine sehr lange Zeit. Die damalige Firma von PRIMAVERA LIFE war noch nicht an diesem Standort erbaut worden. Außerdem erinnere ich mich noch sehr gut an das Grundstück ohne das jetzige Gebäude darauf. Mich fasziniert immer wieder, wie Du die Natur siehst und erlebst oder wie Du mit ihr lebst. Jedoch bewundere ich Dich nicht nur für das, was Du geschaffen hast, sondern vor allem für Deine Menschlichkeit. Darum freue ich mich besonders, dass es zu diesem Interview gekommen ist.

Erzähle doch einmal über Dich persönlich. Was bewegt Dich?

Die Natur – denn sie kann ohne uns, aber wir können nicht ohne sie leben! Feng Shui ist für mich die Anwendung der Naturgesetze und der respektvolle, nachhaltige Umgang mit Mensch und Natur.

Wie bist Du zum Feng Shui gekommen?

Mit 16 Jahren habe ich von einem älteren Freund das erste Mal eine „I Ging“ Übertragung bekommen. Seither habe ich mit dem „I Ging“ gearbeitet, was auch im Feng Shui wichtig ist. Die Weisheit des Ostens hat mich angezogen und deshalb habe ich viele Reisen dorthin unternommen. Schon damals sind mir die Bauten aufgefallen und wie sie in die Natur eingebunden wurden.

Eines Tages begegnete ich im Traum einem meiner Lehrer, der meinte, dass ich bald mehr Wissen erhalten werde. Am nächsten Tag fand ich das erste Plakat eines Feng Shui Seminars. Seitdem habe ich Feng Shui studiert und von vielen Meistern gelernt, vor allem von Dr. Jes Lim. Im Jahre 2000 fand ein großer Feng Shui Kongress in Innsbruck statt. Alle großen Lehrer und Meister kamen zusammen und haben ihr Wissen mit uns geteilt. Das hat mich alles sehr inspiriert.

Als es mit der Planung für das neue Firmengebäude losging, war es mein Wunsch, all dieses Wissen zusammenzubringen.

Hier hatte ich selbst ein Riesenprojekt zum Umsetzen und Erfahrungen sammeln. Ich wollte sehen, ob es auch funktioniert.

Was war Deine erste große Feng Shui Maßnahme?

Vor dem Neubau hatten wir Räume gemietet. Als „Ming Tang“ war vor uns ein Müllplatz, ein sogenannter Wertstoffhof.

Das war eine denkbar ungünstige Aussicht. Um diese zu transformieren, ließen wir ein Foto vom Ausblick des zukünftigen Firmensitzes auf eine große Folie drucken und stellten es vor unseren Eingang. So haben wir jeden Tag schon auf die Landschaft geschaut, die wir aus den Fenstern des noch zu bauenden Hauses sehen wollten. Es heißt ja immer: Du bekommst, was Du siehst! Als die Fotoplane verblasste und Risse bekam, war Baubeginn. Dieses Bild hat uns praktisch an den neuen Ort und zum neuen Gebäude geleitet. Das war ein einschneidendes Erlebnis für mich.

Anmerkung: Als Ming Tang wird der Platz vor dem Gebäude bezeichnet. 
Hier sollte sich das Qi sammeln, um ungehindert zum Gebäude fließen zu können.

Was hat sich nach dem Umsetzen der Feng Shui Maßnahmen verändert?

Meine Intention war, dass mit dem Bau und der Gestaltung des Außengeländes eine Harmonie mit der Natur entsteht. Aber zuerst hatte ich ein schlechtes Gewissen, denn der Eingriff in die Landschaft war erst mal gewaltig. Die Erde wurde tief umgegraben und aufgewühlt.

Da hat mir Denise Linn mit einem Rat geholfen. „Zeig doch oder vermittle der Natur, oder dem, den immer Du zu stören glaubst, wie viel schöner es in Zukunft sein wird.“ Das hat mich beim Bau den ganzen Weg begleitet. Heute haben wir viel mehr Biodiversität. (http://www.spektrum.de/lexikon/biologie/biodiversitaet/8597)

Denn die vielen Pflanzen (circa 50.000), die Vogelschutzhecke, die Schmetterlingswiese und die Teiche bieten nun viel mehr Lebewesen einen Lebensraum. Das ist schön nun über die Jahre zu erleben und die Kristalle einzubauen. Gleichzeitig ist es wichtig, immer mit dem Herz zu agieren und sich vorzustellen, was dort geschehen soll. Denn Menschen sollen inspiriert werden und Mittel zur Heilung ihrer Krankheiten, Emotionen und Stimmungen entdecken. Durch dieses Wissen werden sie motiviert, in ihrem Leben Erfüllung zu finden.

Was ist davon eingetroffen?

Als wir die Eröffnung hatten, wurde ich gefragt, wie es mir ginge, jetzt wo das Riesenprojekt manifestiert sei. Für mich fühlte es sich an, als ob es schon immer so gewesen wäre. Ich hatte mir jeden Tag visualisiert, wie es nach Fertigstellung aussehen und sich anfühlen würde. Dieses Gefühl war dann an dem Tag der Eröffnung genauso, wie es damals auch in meiner Vorstellung immer gewesen war. Es gab keinen Unterschied.

Wer sich jetzt die Bilder ansieht, dem wird es schwer fallen sich vorzustellen, wie es vorher ausgesehen hat. Das Haus ist in die Umgebung und die Berge vollkommen stimmig eingefügt worden. So kommt ein Gefühl auf, dass es schon immer so gewesen ist. Die Natur hat mit voller Kraft unterstützend mitgemacht.

Würdest Du alles wieder genauso planen, wie es jetzt ist?

Energie sollte auch dafür verwendet werden, um die Menschen mitzunehmen.

Denn nicht jeder kann das Mehr an Energie so gut verkraften. Von hier aus gesehen würde ich noch mehr Zeit und Aufmerksamkeit dazu verwenden, um die Menschen noch besser zu begleiten und auf die Zukunft vorzubereiten.

Was ist das beeindruckenste Erlebnis in Deinem Leben gewesen?

Das war ein Lehrer, von dem ich viel gelernt habe. Er hat mein Herz geöffnet und mir einfach bedingungslose Liebe entgegen gebracht. Diese Erfahrung begleitet mich nun seit meinem 25. Lebensjahr bis heute.

Dadurch wuchs der Wunsch in mir, auch mal so bedingungslos lieben zu können.

Und dadurch ein sinnvolles sowie nutzbringendes Leben zu führen.

Lieber Kurt, Deine Worte rühren mich sehr. Ich kann Dir bedingungslose Liebe bescheinigen. Diese gibst Du heute schon und das täglich. Für mich bist Du ein Vorbild und ich hoffe, dass auch ich diese bedingungslose Liebe leben kann.

Vielen Dank für das schöne Interview!

Mein Buchtipp: Aromatherapie für Einsteiger

Hoffentlich hat auch Dich, lieber Leser, dieses Interview erfreut.

Schreibe mir gerne und teile mir Deine Meinung mit.

Mit herzlichen Grüßen Deine Petra Coll Exposito

 

Als mein Sohn diesen Artikel schrieb, war ich sehr erstaunt. Denn die Gedanken eines so jungen Menschen über die Thematik Zeit finde ich enorm. Im Feng Shui bewerten wir Experten die Zeit immer mit. Schließlich unterliegt das Haus auch Kriterien und wird sozusagen „älter“. Lass Dich überraschen, was noch alles hinter der Wahrnehmung der Zeit steckt.

Eine etwas andere Betrachtung

 geschrieben von meinem Sohn Shady Coll Exposito.

„Die Zeit fliegt“, ein allgegenwärtiges Sprichwort. Damit wird beschrieben, wie schnell doch die Zeit vergeht und ein Ereignis von einem gezogen ist. Es ist die Zeit, die einem in einigen Momenten davonfliegt und in anderen wie angehalten scheint.

Sie kann auch ein Ereignis verlängern oder verkürzen. Objektiv betrachtet, sind die kleinsten Abstände von der einen Sekunde bis zur nächsten definiert. Jedoch sind es die subjektiven Wahrnehmungen eines jeden Menschen, die Erlebnisse unterschiedlich vergehen lassen. Demnach liegt es auch im Auge jedes einzelnen Betrachters, dass ein anderer Eindruck entsteht.

Ist der Mensch somit selbst in der Lage, seine Wahrnehmungen zu einem gewissen Grad zu steuern?

Könnten wir damit einem schnell vergänglichen Leben entkommen? Oder sind wir doch nur an die Geschehnisse unserer Umgebung gebunden?

Um zu einem besseren Verständnis der Antworten zu gelangen, muss erst einmal eine grundlegende Frage geklärt werden.

Wann nehmen wir Zeit wie wahr?

Zu einem ähnlichen Thema äußerte sich einst der renommierte Wissenschaftler Albert Einstein.

Er sagte: “Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. […]“1

Glauben wir Einstein, dann sind es die erfreulichen Momente, die wir als schnell vergänglich erachten. Die weniger erfreulichen sind auf der anderen Seite die, die uns manchmal ewig vorkommen.

Ordnet man diese Augenblicke in eine Skala, könnte man ein Spektrum bilden, inwiefern der Mensch in bestimmten Zeiträumen die Zeit wie betrachtet. Nehmen wir beispielsweise ein Geschehen. Je erfreulicher dieses ist und je eher wir auf dessen Momente fokussiert sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Mensch seine Umgebung vergisst. Damit geht auch sein Zeitgefühl verloren.

Sei es ein nettes Gespräch, eine Achterbahnfahrt oder das Betrachten des Sternenhimmels mit dem Liebsten. Es sind solche Augenblicke, die für einen kurzen Moment unendlich erscheinen. Jedoch trotz dessen schnell vorüber sind.

Im Gegensatz dazu stehen die weniger erfreulichen Geschehnisse.

Diese werden oft mit einem sehnlichen Wunsch der schneller vergehenden Zeit in Verbindung gebracht. Beispiele dafür sind das Warten beim Arzt oder das im Unterricht mit beiden Augen auf die langsamen Zeiger der Uhr starren. Aber auch das in einer unangenehmen Situation festgehalten werden, zählt dazu. Es sind solche Augenblicke, die uns langwierig und qualvoll erscheinen. Auch sind es diese Momente, denen wir einen Großteil unserer Gedanken der Zeit widmen.

Dabei fokussieren wir nicht nur unsere Gedanken auf die Zeit.

Wir binden uns auch mit körperlichen Gesten an die langen und schweren Sekunden.

Das Klopfen mit dem Fuß auf den Boden. Der ständige Blick auf die Armbanduhr und das Aneinander reiben der Fingerspitzen sind selten bewusste, aber oft unbewusste rhythmische Bewegungen. Sie vermitteln uns ein näheres Gefühl zu der Zeit und so nehmen wir sie länger wahr.

Der Mensch selbst sehnt sich nach einem glücklichen Leben voller erfreulicher Momente.

Sind es aber nicht die erfreulichen Momente, die unsere Angst vor der „wahren Sekunde“ vertuschen? Können wir nur durch das Erleben von unerfreulichen Geschehnissen unser Leben als lang wahrnehmen und einem schnell vergänglichen Leben entkommen? Wie erklärt sich dann das Phänomen: In jungen Jahren empfindet der Mensch die Zeit als langsam verstreichend, während sie im Alter als schnell vergänglich wahrgenommen wird?

Es sind die Augenblicke und Situationen, die das Zeitgefühl rauben oder die Zeit wie verlangsamt wirken lassen. Oft sind es aber die schnell verstreichenden Momente, die mit erheiternden Erinnerungen gefüllt sind. Das sind diese, in denen wir Freude und Einzigartiges erleben. Und wenn wir sagen „wie schnell doch die Zeit vergeht“, passiert das meistens rückblickend auf ein Erlebnis.

Die Erinnerungen beanspruchen also einen wichtigen Teil der Zeitwahrnehmung.

Marc Wittmann vom Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg sagt, „[…] dass das Gedächtnis die Zeitwahrnehmung maßgeblich bestimmt.“2

Das Gehirn ist ein wichtiger Faktor unserer Wahrnehmung.

Ein Abstecher in die Psychologie des Gehirns zeigt einfach ausgedrückt, dass unser Gehirn entscheidet, inwiefern eine Information wichtig oder unwichtig ist. Dann wird entschieden, wie diese Information unser Kurzzeitgedächtnis verlässt. Entweder wird sie als relevant angesehen und in das Langzeitgedächtnis übertragen oder gelöscht.

Es sind also die besonderen und merkwürdigen Momente, die wir in unserem Gedächtnis behalten. Die bedeutungslosen Momente und hundertmal wiederholten Taten sind es andererseits, die wir schnell wieder vergessen.

So ist es auch gar nicht erstaunlich, dass wir vergessen, ob wir die Tür abgeschlossen oder den Herd ausgemacht haben. Anders ist es aber, wenn wir ein fremdes Land besuchen. Oder zum ersten Mal mit Schlittschuhen fahren. An solche Augenblicke erinnern wir uns noch lange Zeit.

In der Zeitwahrnehmung spielt das Gedächtnis eine wichtige Rolle.

Insbesondere wenn es um die rückwirkende Betrachtung von Erlebnissen geht. Erleben wir also oft Neues im Leben und lernen wir häufig fremde Dinge kennen, dann bleiben meistens diese Momente im Gedächtnis hängen. Rückblickend auf unser Leben betrachtet fühlen wir also, dass wir mehr erlebt haben. Andererseits wenn wir wenig Neues erleben oder Fremdes erlernen und unseren Alltag fast immer gleich wahrnehmen, haben wir rückblickend weniger erlebt.

Dies lässt sich auch auf die zuvor gebrachte Frage beziehungsweise das Phänomen anwenden. Inwiefern nimmt der Mensch also mit steigendem Alter die Zeit schneller wahr?

Im Stress ihres Alltages erleben und bewältigen junge Menschen mehr. Erst im höheren Alter zeigt die Ruhe der aufkommenden Monotonie weniger Neu gesehenes. Somit speichert unser Gedächtnis weniger neue Momente ab. Dementsprechend ist eine Zeitspanne für junge Menschen rückblickend länger als für ältere Menschen. Also je mehr Neues und Emotionales erlebt wird, desto eher wirkt ein zurückliegender Zeitraum länger. Das bedeutet, der Mensch kann die gefühlte vergangene Zeit abbremsen, indem er selbst mehr „erste Male“ erlebt.

Die Wahrnehmung unserer Zeit ist ein Paradoxon in sich selbst.

Den erlebten schönen Augenblick nehmen wir als schnell vergänglich war. Viele dieser schnell vergänglichen Momente scheinen für eine kurze Weile unendlich. Obwohl sie uns schnell wieder verlassen, so erinnern wir uns rückblickend an ein langes und erlebnisreiches Leben. Doch erst wenn der Mensch entscheidet seinen Wunschvorstellungen zu folgen und in Taten umzusetzen, kann er ein erfülltes Leben leben, welches er auch als lang wahrnehmen wird.

Zeit ist in der Regel eine in immer gleichen Abständen vergängliche Dimension mit klar definierten Abständen.

Die Zerteilung der Stunde in sechzig Minuten und der Tag mit seinen vierundzwanzig Stunden sind alles mehr oder weniger von Menschenhand bestimmte Natur basierende Paradigmen.

Nur weil die Zeit in bestimmten Abständen als schneller oder langsamer empfunden wird, ist es trotzdem unmöglich sein Leben länger oder kürzer zu leben. Ein lang wahrgenommenes Leben ist ein erlebnisreiches Leben, während das schnelle Ende im Trott des Alltags gefunden werden kann. Also rückblickend zu dem anfangs genannten Sprichwort, bleibt nur eine einzige Frage übrig:

Ist es die Zeit, die fliegt, oder ist es der Mensch, der stehenbleibt?

1 http://www.zitate-online.de/sprueche/wissenschaftler/689/wenn-man-zwei-stunden-lang-mit-einem-maedchen.html

2 http://www.zeit.de/zeit-wissen/2014/05/zeit-wahrnehmung-verlangsamung

Shady Coll Exposito

 

Wie geht es Dir mit der Zeitwahrnehmung? 

Ich freue mich auf Deine Meinung.

Deine Petra Coll Exposito

 

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