Feng Shui und die vier Jahreszeiten

Feng Shui begleitet die Menschen überall.  Das altertümliche Wissen, verbunden aus den Elementen Wasser und Wind, beeinflusst ebenso die uns bekannten vier Jahreszeiten. Es nimmt Einfluss auf die Natur, aber auch auf die menschlichen Gemütsbedingungen.

Feng Shui im Frühling

im Frühling herrscht im Feng Shui das Element Holz vor
unsplash©Jeremy Bishop

Nach einem langen Winter beginnt die Natur im Frühling, sich wieder zu entfalten. In der Formsprache des Feng Shui deutet der Frühling einen unvermeidlichen Neuanfang an.

Er lässt frische Energie und Wachstum ins Haus einziehen. Zu keiner Jahreszeit gibt es daher einen besseren Zeitpunkt, um etwas Neues zu beginnen.

Stellvertretend für die erblühende Jahreszeit steht hierbei das Element Holz. Es steht symbolisch für eine tatkräftige Startenergie: für Optimismus, den Morgen, die Kindheit sowie aufblühende Pflanzen und Bäume.

Es ist die aufsteigende Yang Energie, welche dazu ermutigt, negative Dinge, die blockieren, zu beseitigen. Jetzt beginnt die Zeit der inneren und äußeren Reinigung: Mit allem nicht erledigtem, altem oder kaputtem gilt es, abzuschließen. Neue Projekte stehen jedoch im Frühling unter einem guten Stern. Um die frische Jahreszeit und die damit verbundene Energie im eigenen Zuhause willkommen zu heißen, gibt es einige Möglichkeiten:

  • Sobald die ersten Sonnenstrahlen eintreffen, sollte auch das „Innen“ atmen und leuchten. Die Räumlichkeiten sollten nunmehr zu regenerativen und starken Orten Das heißt: ausmisten, abstauben und auslüften – und das solange, bis die Räume unabhängig von ihrem Nutzungsstil, kraftvoll-lebendig erscheinen.
  • Ein unglaublich zufriedenstellendes Handwerk ergibt sich zu dieser Jahreszeit im Wände streichen oder Kleidung sortieren. Hierbei kommen stimmungsaufhellende Feng Shui-Farben zum Vorschein. Sie lassen gute Laune und positive Energie in das gesamte Haus einziehen. Von besonderer Bedeutsamkeit, beeinflussen sie ebenfalls die alltägliche Arbeit. Somit steigert die energetische Verbindung zum Frühling die Konzentration im Home Office. Damit ist nicht zuletzt auch ein langfristiger wirtschaftlicher Erfolg
  • Die Lebensenergie Chi bringt als energetischer Fluss Bewegung in die Räume. In der Mitte des Raumes ist dieser Energiefluss in einem Moment der Stille wunderbar fühlbar.
  • Um den Fluss der Energien zu erleichtern, lohnt es sich, umzuräumen. Oftmals sind es Kleinigkeiten, welche einen Raum erneuern oder aus dem Winterschlaf erwecken. Eine neue Lampe lässt wortwörtlich Licht ins Dunkle einziehen. Ein Raumtrenner im asiatischen Design verhilft zu mehr Struktur und klaren Linien. Ist er in grünen Farben gehalten, bringt er die Natur als Gast mit ins Haus.
  • Noch mehr grünes Leben kommt durch das Umpflanzen oder Umtopfen ins Heim. Frische Primeln, Hyazinthen oder Glockenblumen schenken neue Energie. Sie sind prädestiniert dazu, den Frühling auf Knopfdruck lebendig zu machen.
  • Nicht zuletzt mit positiven musikalischen Klängen lässt sich der Frühling begrüßen. Durch das vitale Körpergefühl entsteht automatisch mehr Leichtigkeit. Wer nach Herzenslust tanzt, entfacht das eigene Lebensfeuer nach einem trüben Winter von neuem.

Feng Shui im heißen Sommer

im Sommer herrscht im Feng Shui das Element Feuer vor
pixabay©jill111

Der Sommer läutet die Jahreszeit des großen Yang ein. Das männliche Prinzip ist mit Wärme und Helligkeit verbunden. Zuviel Yang kann für ein hitziges und aggressives Gemüt sorgen. Dem lässt sich gegensteuern, indem das Yin gestärkt wird.

  • Das Feuer und die Energie von draußen sollten bei heißen Temperaturen nicht ins Haus einziehen. Stattdessen hilft es, die vier Wände möglichst dunkel zu halten und lediglich in den Morgenstunden oder abends frische Luft hineinzulassen.
  • Erholsame Nachtruhe herrscht dort vor, wo das Yin am stärksten auftritt. In nördlicher und nordöstlicher Himmelsrichtung lässt sich die Hitze besser ertragen.
  • Das Element Erde aus der Vier-Elementen-Lehre schwächt das zu starke Feuer ab. In tieferen Geschossen leitet die Erde daher die Hitze besser ab.
  • Auch das sommerliche Essen hat viel mit den fünf Elementen zu tun. Offenes Feuer und Grillen heizt den menschlichen Körper im Sommer sehr an. Dies gilt es nach Möglichkeit auf eine Yang-ärmere Jahreszeit zu verschieben. Also dann, wenn das Feuer als dominierendes Element nicht vorhanden ist.

Letztendlich bedeutet der Sommer allerdings noch mehr, als Yin und Yang auszubalancieren. Denn das Element Feuer leitet ebenso an, aus der eigenen Komfortzone auszubrechen. Nicht zufriedenstellende Situationen können sich durch diese Energie  jetzt zum Guten wenden.

Denn die innere Intuition sendet neben neuen Kräften Optimismus und Vertrauen zum Erreichen neuer Ziele. Aus sozialer Sicht hilft die Energie des Sommers  bei der Pflege langjähriger Freundschaften.

Feng Shui und der Herbst(blues)

im Frühling herrscht im Feng Shui das Element Holz vor
pixabay©Free-Photos

Der Herbst läutet einen weiteren jahreszeitlichen Wechsel ein: Wenn die Tage kürzer werden, wendet sich der Fokus erneut dem Inneren zu. Abbauende Prozesse des Verwerfens und Aufräumens dominieren die Stimmung.

Nicht selten äußert sich dieser Umstand in zwischenmenschlichen und beruflichen Turbulenzen. Alles, was lose und unverbunden ist, löst sich auf.

So mündet der Herbst an einem Scheideweg mit zwei Gabelungen: in der einen steckt viel Tatendrang. Es gilt, die Gunst der Stunde zu nutzen, um noch ausstehende Projekte abzuschließen. Auf diesem Weg markiert der Herbst die aktivste Zeit des Jahres. Das unberechenbare Wetter, gepaart mit wechselnden Temperaturen spornt zu körperlichen und geistigen Höchstleistungen an.

Den anderen Pfad markiert der Zuhause einziehende Herbstblues. Er geht mit Sorgen und melancholischen Gemütszuständen einher. Hier hilft der Energiefluss des Feng Shui, mit müden und antriebslosen Tagen umzugehen. Tageslichtleuchten oder Kerzen etwa erhalten die lichtvollen Energien im Haus.

Oftmals hängt die negative Energie im Herbst mit kaputten Gegenständen zusammen – die repariert werden sollten. Zur Antriebslosigkeit können (zu) viele technische Gerätschaften beitragen. Dem Elektrosmog lässt sich mit frischen herbstlichen Blumen entgegensteuern. Da das Element Metall nun dominant ist, sollte es mit Metall- oder Tonschalen in westlichen Wohnräumen gebührend empfangen werden.

Alles neu macht der Oktober: Die herbstliche Zeit ist ideal, um neue Planungen anzugehen und Platz zu schaffen.

Energiequalität und Feng Shui im Winter

Der Winter steht im Feng Shui für das Wasser Element
pixabay©langll

Der Winter steht symbolisch nicht ausschließlich für Kälte oder den Tiefschlaf. Vielmehr kann er als Chance begriffen werden. Als eine Gelegenheit für eine Ruhepause, in der Körper und Seele im gemütlichen Innenraum zu Kräften kommen.

Zu keiner Zeit im Jahr bietet sich eine bessere Gelegenheit, das innere Selbst und das Zuhause intensiv wahrzunehmen.

Wer sich geborgen und sicher fühlt, schöpft zu diesem Zeitpunkt Energie für das bevorstehende Frühjahr. Treten depressive Verstimmungen auf, hängen diese zumeist mit einer ungünstigen energetischen Konstellation zusammen.

Vertrocknete Pflanzen, triste Raumfarben oder sperrige Möbel blockieren einen wohligen Gemütszustand. Die Lösung bildet wärmende Gemütlichkeit: Bequeme Kissen, kuschelige Decken und helle Lichtquellen lassen den Energiefluss weiterhin aufrechterhalten. Spätestens nach der Wintersonnenwende beginnt die Aufbauphase – und mit ihr neuerliche Kreativität und Tatendrang, die langsam und allmählich das Frühjahr einleiten.

Winter heißt, Wasser zu erhalten. Das persönliche Potential liegt in der eigenen Mitte.

Schreibe mir gerne wie es Dir und Deinem Gemüt, in den vier unterschiedlichen Jahreszeiten geht. Wie fühlst Du die einzelne Saison?

Ich freue mich auf Deine Antwort herzliche Grüße von Petra

 

 

 

 

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