Wenn es um das Wohnraum ausräuchern geht, gibt es für mich nur eine Expertin und das ist Monika Reißler. Ihre Augen leuchten, wenn sie von ihren vielen Erfahrungen und Experimenten mit dem Räuchern erzählt. Wundersame Dinge ereigneten sich schon nach so mancher Räucherzeremonie. Der Raum, einmal neu geklärt und mit neuer Energie aufgefüllt, losgelöst von alten Mustern und Verhaftungen, ist bereit auch Maßnahmen des Feng Shui schneller anzunehmen.

Nun gebe ich das Wort an die Expertin. Viel Spaß beim Lesen und beim Experimentieren.

Raum und Reinigung

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unsplash©schwabdesign_official

Jetzt im Frühling, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen uns dazu bringen, die dicke Jacke auszuziehen, wenn die Vögel zwitschern und ein frisches Lüftchen weht, dann wird er spürbar ‑ der „Wintermief“.

Die Sonne scheint durch das Fenster und irgendwie sieht die Wohnung stumpf aus, strahlt nicht, die Farben wirken wie belegt. Wir haben das tiefe Bedürfnis die Fenster aufzumachen und die frische Luft reinzulassen. Aber das hilft nur bedingt, denn kaum ist das Fenster wieder zu, stellt sich der „Winterzustand“ wieder ein.

Jetzt hilft nur ein radikaler Frühjahrsputz. Das klingt vielleicht recht altmodisch. Früher war das so. Da hat die Oma den Putzlumpen geschwungen und richtig Ordnung gemacht. „Noch früher“ wurde der Winter hinausgeräuchert. Vielleicht hast Du Lust diese alten Zeiten aufleben zu lassen und ganz praktisch in unsere neue Zeit zu tragen.

Schließlich ist dieses „Wohnraum ausräuchern“ sehr kraftvoll und wirksam.

Wer dem Lagerfeuer mal zu nahegekommen ist oder in der falschen Windrichtung stand, wer den Kaminofen mal nicht richtig in Gang gebracht hat, der weiß genau: Rauch ist sehr durchdringend. Sein Geruch bleibt haften!

Genau das nutzen wir beim Wohnraum ausräuchern, denn der Rauch dringt in die Materie. So werden ja auch Lebensmittel haltbar gemacht ‑ wie der Räucherfisch oder der Schinken. Die Gewürze und speziellen Hölzer geben den richtigen und entscheidenden Geschmack.

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Beim Räuchern in Räumen nutzen wir Kräuter, Blüten, Hölzer, Wurzeln, Gewürze und Harze. Die ätherischen Öle in den Räucherstoffen werden durch das Feuer gelöst, verbinden sich mit dem Rauch und entfalten dann ihre Wirkung auch an den Wänden, Stoffen, Teppichen und Möbeln.

So wurden und werden immer noch schlechte Gerüche, stagnierende Energien ebenso wie Bakterien, Viren und Pilze ausgeräuchert. Der „Wintermief“ hängt sich an den Rauch und nach dem Wohnraum ausräuchern wird alles hinausgelüftet. Zurück bleibt ein strahlender frischer Raum mit dem zarten Duft der Räucherung.

Für eine intensive Raumreinigung eignen sich Harze, Hölzer und Kräuter wie:

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©Vielharmonie

Weihrauch, Copal, Myrrhe, Palo Santo, Beifuß, Salbei oder Wacholder ‑ ganz nach Belieben. Sehr frisch und klärend sind auch Mentholkristalle (kristallines ätherisches Minzöl).

Wem Weihrauch zu sakral duftet, kann ihn gut mit anderen Harzen oder Räucherstoffen mischen. Gute Harze sind am einfachsten zu handhaben. Sie lösen sich komplett auf der Kohle auf. Kräuter und Hölzer brauchen mehr Aufmerksamkeit. Wenn sie zu lange auf der Räucherkohle liegen, „verkokeln“ sie und das duftet dann nicht mehr so angenehm. Daher müssen sie kurz vorher wieder von der Kohle gekratzt werden.

Dann wird neues Räucherwerk aufgelegt. Für alle Räucherstoffe gilt: Nicht zu viel auf einmal nehmen und immer wieder nachlegen. Das Wichtigste ist gute Qualität!

Die kleine, schnelle Räucheranleitung:

Bevor Du räucherst, vergewissere Dich, dass der Brand‑/ Rauchmelder ausgeschaltet ist.
Haustiere, Babys und Kleinkinder sollten nicht im Zimmer sein.

Die Räucherkohle anzünden und auf den Sand in der Räucherschale stellen. Ist die Kohle grau durchgeglüht, wird sie mit der Vertiefung nach oben umgelegt. „Setze eine Intention“ wie z.B.: Dieser Rauch reinigt nun die Räume. Diese Aufmerksamkeit sorgt dafür, dass die Räucherung ihre volle Kraft entfaltet.

Dann das Räuchergut auf die Kohle geben. Mit der Schale von Zimmer zu Zimmer, von Wand zu Wand, in die Ecken, hinter die Schränke sowie unter das Sofa räuchern. Dabei immer wieder Räucherwerk nachlegen und den Rauch mit der Hand, einer Feder oder einem Fächer gut verteilen.

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Räuchere so lange, bis Du das Gefühl hast fertig zu sein. Öffne die Fenster und schicke den Rauch mit der Absicht hinaus: Alles, was nicht hierhergehört, verlasse nun den Raum.
Falls Du den Rauch nicht so gut verträgst, kannst Du das Fenster auch schon während des Wohnraum ausräuchern  öffnen.

In der Regel ist nun schon ganz viel gereinigt.

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unsplash©Brittany Colette

Wenn sich die Situation nicht bessert, dann braucht es ein professionelles Space Clearing oder eine Erdharmonisierung. Dafür sollte man einen Fachmann/ eine Fachfrau kontaktieren.

Zu guter Letzt: Nach der Reinigung kommt der Segen! Das geht mit einer 2. Räucherung und Deinem Lieblingsduft, mit ätherischen Ölen in der Duftlampe, mit Airspray oder Rosenwasser.

Du gehst wieder durch die Räume, aber diesmal ist die Intention: Liebe, Freude, Lebensfreude, Harmonie, Wertschätzung, Vertrauen, Fülle, Wohlstand, Kreativität ‑ eben das, was Du gerne als Qualität in Deinem Leben haben möchtest. Der Raum wirkt auf Dich und Du auf den Raum.

Hab einen wundervollen Frühling in Deinem Lieblingszuhause!

Monika Reißler


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Kleiner Buchtipp: Die Kraft des Räucherns von Monika Reißler, Joy‑Verlag ISBN: 978‑3‑928554‑95‑4

 

 

 

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