Yoga ist mittlerweile eine richtige Trendsportart geworden. Aber Yoga ist so viel mehr als nur eine Modeerscheinung. Es beruht auf einer uralten indischen Philosophie und hilft Dir, im Einklang mit Dir selbst und Deiner Umwelt zu leben. Deshalb habe ich heute eine Idee für Dich: Wie wäre es damit, einen speziellen Ort einzurichten, der nur Dir und Deiner persönlichen Yoga-Routine gewidmet ist? So kannst Du dem Alltagsstress entfliehen, wann immer Du willst. Hier erfährst Du, wie Du den Platz für Deine nächste Yoga-Session nach den Regeln des Feng Shui gestalten kannst!

Warum ist Yoga eigentlich so beliebt?

Es ist kein Wunder, dass so viele Leute mittlerweile Yoga für sich entdeckt haben: Regelmäßige Yoga-Übungen machen uns beweglicher, kräftiger ruhiger und entspannter. Anders gesagt, sind sie eine wahre Wohltat für Körper und Geist.

Vielleicht hast Du Dir sogar schon mal vorgenommen, täglich Yoga zu machen – aber im Stress des Alltags wieder darauf vergessen? Keine Sorge, das kennen wir alle! Sich neue Gewohnheiten anzueignen, ist wirklich gar nicht so einfach.

Wie wir aus dem Feng Shui wissen, sind bewusste Vorsätze sehr wichtig. Denn unser Wille und unsere Wünsche haben eine mächtige Wirkung auf unser Leben. Mit einem separaten Yoga-Platz machst Du einen eindeutigen Schritt in Richtung tägliche Yoga-Session.

Am besten Du gestaltest diesen Ort nach den Prinzipien des Feng Shui, sodass Du gern Zeit dort verbringst und die Energie gut fließen kann. Die folgenden Tipps und Informationen sollen Dir dabei helfen, mit den Techniken von Feng Shui einen positiven und harmonischen Yoga-Platz zu schaffen.

Warum Feng Shui & Yoga so gut harmonieren

Feng Shui & Yoga ergänzen sich gut, ein Buddha schafft Ruhe
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Vielleicht überrascht es Dich, aber Feng Shui und Yoga haben tatsächlich einiges gemeinsam. Bei beiden geht es darum, Blockaden zu lösen und die Energie fließen zu lassen: Bei Yoga sind die Blockaden eher körperlicher Natur, wie verkrampfte Muskeln oder eine unregelmäßige Atmung.

Im Feng Shui geht man davon aus, dass uns beispielsweise unnötiger Krempel oder falsch angeordnete Möbel blockieren. Wenn wir uns daran machen, diese Blockierungen zu entfernen, stellen sich neue Vitalität und Freude ein.

Sowohl im Feng Shui als auch im Yoga spielen Ruhe und Gelassenheit eine große Rolle:

  • Ein schön eingerichtetes Zuhause und konzentrierte Yoga-Übungen führen beide zu einem Zustand von tiefer Entspannung.
  • Auch die Achtsamkeit ist eine wichtige Übereinstimmung. Yoga und Feng Shui lehren uns beide gleichermaßen den bewussten Umgang mit uns und unserer Umwelt.
  • Außerdem wird uns in beiden Philosophien geraten, flexibel auf unsere Lebensumstände zu reagieren. Beim Yoga ist das ja offensichtlich – wir nehmen die ungewöhnlichsten Körperpositionen ein.

Laut dem Feng Shui können wir unser Leben besser meistern, indem wir die Einrichtung an unsere wechselnden Bedürfnisse anpassen. Fast könnte man also sagen: Feng Shui ist Yoga für Dein Zuhause!

Die Grundlage: Achtsam und bewusst vorgehen

Feng Shui & Yoga ergänzen sich gut, ein Buddha schafft Ruhe
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Wie bereits gesagt ist die achtsame Gestaltung unseres Zuhauses ein wichtiges Prinzip im Feng Shui. Unsere Vorsätze spielen hierbei eine große Rolle, denn explizit formulierte Wünsche können eine große Wirkkraft entfalten. Gehe deswegen auch beim Einrichten Deines Yoga-Platzes bewusst vor.

Nimm Dir etwas Zeit, um einen geeigneten Ort dafür zu finden. Egal, ob es nur eine kleine Ecke oder ein ganzer Raum ist: Dein Yoga-Platz sollte Dein individueller Kraftort sein. Umgib Dich deshalb mit schönen Gegenständen, die Du magst und die Dich positiv stimmen.

Das bedeutet unter anderem: Wenn Dich etwas eher an negative Momente erinnert, dann solltest Du es aus dem Blickfeld entfernen. Statte Deinen Yoga-Platz vielmehr mit sorgfältig ausgesuchten Gegenständen aus.

4 Tipps, wie Du den richtigen Ort für Deine Yoga-Session findest

Zunächst solltest Du Dir einen guten Ort für Deine Yoga-Sessions überlegen. Achte darauf, diesen klar vom Rest des Raumes abzugrenzen. Hier kann Dir zum Beispiel ein Vorhang oder eine bewegliche Trennwand helfen.

Beim Yoga geht es darum, zu sich selbst zu kommen. Such Dir deshalb ein angenehmes Plätzchen, wo Dich niemand stört. Am besten eignet sich dafür der hintere Bereich des Hauses, wo die ruhige Yin-Energie überwiegt. Auch die richtige Position der Yogamatte beeinflusst Dein Wohlbefinden: Platziere Deine Yogamatte immer mit Blick auf die Tür. So kannst Du sehen, wenn jemand das Zimmer betritt.

Und nun geht es an die Feinarbeit: Worauf kommt es sonst noch an beim Feng-Shui-gerechten Yoga-Platz?

1.      Für Klarheit und Ordnung sorgen

Wenn zu viele Dinge herumstehen, macht uns das unruhig und lenkt ab. Ein aufgeräumtes, klares Umfeld tut uns dagegen gut. Mache deshalb Deine Yoga-Ecke zu einem Ort, an dem Du Dich vollkommen auf Dich und Deinen Körper konzentrieren kannst.

Das heißt, nur die allerwichtigsten Möbel und Dekorationsgegenstände aufzustellen und alle unerledigten Dinge zu verbannen. Also weg mit dem Stapel ungelesener Bücher und den Briefen vom Finanzamt! Wie fast immer beim Feng Shui gilt: Weniger ist mehr!

2.      Raum für Deine persönliche Spiritualität schaffen

Gestalte den Ort so, dass Du dort persönlich auftanken kannst. Ein kleiner, individueller Altar mit spirituellen Objekten, die Dir etwas bedeuten, kann dabei helfen. Zum Beispiel kannst Du einen niedrigen Tisch oder ein Wandbrett in Sichtweite anbringen.

Dekoriere den Altar dann mit ausgesuchten Dingen, die Dir wichtig sind, zum Beispiel ein hübsch geformter Stein, Fotos, Pflanzen, eine Duftkerze, ein Zimmerbrunnen oder eine wunderschöne Klangschale. Ideal ist es, wenn Du alle 5 Elemente des Feng Shui ausgewogen vereinst, also:

  • Holz
  • Feuer
  • Erde
  • Metall
  • Wasser

3.      Farben wählen, die für Ruhe sorgen

Jeder Meditationsraum wirkt auf den Menschen
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Farben beeinflussen stark unsere Stimmung. Je nach Farbe kannst Du Impulse setzen, hin zu mehr Lebenslust, Aktivität oder Besinnlichkeit und Ruhe. Auch im Feng Shui weiß man um die Kraft der Farben und setzt diese ganz gezielt ein. Überlege Dir also, welche Stimmungen Deinen Yoga-Platz prägen sollen.

Die meisten Menschen machen Yoga, um sich entspannter und ruhiger zu fühlen. Dann sind Yin-Farben eine gute Wahl, weil sie einen besänftigenden Effekt auf uns haben. Zu den Yin-Farben gehören Blau, Grün, Grau und Beige.

Blau wirkt ganz besonders beruhigend auf uns, deshalb blicken wir auch so gerne auf das Meer hinaus. Am besten Du vermeidest kräftige Farben und nimmst stattdessen gedeckte Pastellfarben.

4.      Licht und Spiegel richtig einsetzen

Eine helle, angenehme Beleuchtung trägt wesentlich zu einer harmonischen Atmosphäre bei. Damit Deine Yoga-Sessions in einem angenehmen Umfeld stattfinden, solltest Du also für die richtige Beleuchtung sorgen:

  • Wähle eher warmes Licht, da es Geborgenheit und Sicherheit symbolisiert.
  • Mit einer dimmbaren Lampe kannst Du die Beleuchtung ganz nach Deinen Bedürfnissen gestalten.
  • Du kannst auch eine Lichterkette aufhängen, wenn Dir das gefällt.

Hilfreich ist es außerdem, Spiegel richtig einzusetzen. Sie sind an sich sehr praktisch, um die eigenen Yoga-Posen zu kontrollieren – doch sie reflektieren auch die aktive Yang-Energie. Die meisten wollen beim Yoga aber eher entspannen, also das Yin stärken. Daher sind Spiegel beim Yoga mit Vorsicht zu genießen. Auf keinen Fall solltest Du Spiegel gegenüber von der Tür aufhängen, denn dann fließt die Lebensenergie (Qi) wieder hinaus.

Das Wichtigste ist, dass Du Dich an Deinem Yoga-Platz wohlfühlst und ganz Du selbst sein kannst. Denn wenn Du den Ort magst, dann fällt es Dir gleich deutlich leichter, Dir täglich mit Yoga etwas Gutes zu tun.

Hast Du schon einen festen Platz für deine Yoga-Übungen? Wie ist es Dir damit ergangen? Ich bin schon gespannt auf Deine Erfahrungen!

Deine Petra

 

 

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