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Das Raumklima hat großen Einfluss auf Dein Wohlbefinden. Es umfasst mehrere Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Beleuchtung. Die Bedeutung der Luftqualität in Wohnräumen ist besonders unterschätzt. Stimmt sie nicht, kann sie sogar krank machen. In diesem Beitrag erfährst Du, wie Du das Raumklima über die Luft mit kleinen Tricks optimieren kannst.

Die Luftfeuchtigkeit ist oft zu hoch!

Die ideale Luftfeuchtigkeit für Innenräume liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Ein Mangel an Feuchtigkeit macht beispielsweise den Schleimhäuten zu schaffen und fördert Erkältungen. Wenn die Augen brennen und sich die Lippen trocken anfühlen, könnte die Raumluft schuld sein.

Gerade im Winter, wenn warme Heizungsluft die Räume auf Temperatur bringt, leiden viele unter zu geringer Luftfeuchtigkeit. Im Zweifelsfall lohnt sich die Investition in ein Hygrometer, um den Wert zu bestimmen. Derartige Geräte sind im Handel für unter 15 Euro erhältlich.

Lüften

Grundsätzlich ist mehrfaches Lüften täglich für einen angemessenen Austausch der Atemluft wichtig, egal zu welcher Jahreszeit. Da die Luft während der Wintermonate draußen oft trockener ist als in Wohnräumen, hilft Lüften gegen geringe Luftfeuchte nur bedingt. Für zusätzlich Feuchtigkeit sorgen diese Maßnahmen:

  • Wäsche in der Wohnung trocknen!
  • Wasserschalen auf Heizungen stellen!
  • Nach dem Duschen Zimmertüren öffnen!

Luftbefeuchter

Wohngifte lauern überall,Pflanzen helfen ein gesundes Raumklima zu schaffen
unsplash©DrewGraham

Zudem sind einige Pflanzen fleißige Luftbefeuchter: Über 90 Prozent des Wassers, das durch Gießen zugeführt wird, gelangt keimfrei in die Luft. Sorten wie Zimmerbambus, Ficus, Nestfarn, Kolbenfaden und Zyperngras sind besonders gut geeignet.

Je mehr Pflanzen im Raum desto intensiver steigt die Luftfeuchtigkeit. Allerdings sollte es nicht übertrieben werden: Schnell kehrt sich das Problem um und die Luftfeuchtigkeit steigt übermäßig. Was folgt, ist Schimmelbildung und das kann gesundheitlich gefährlich werden.

Sporen und chemische Ausdünstungen werden eingeatmet, teilweise lange bevor der Schimmel optisch sichtbar wird. Es drohen Erkältungssymptome, Kopfschmerzen, Allergien und Atemwegserkrankungen.

Luftentfeuchter

Um diesen sowie aufwändigen Sanierungsarbeiten vorzubeugen, ist rechtzeitig mit einem Luftentfeuchter gegenzusteuern. Diese Geräte entziehen der Raumluft überschüssige Feuchtigkeit und stellen bei korrekter Anwendung das klimatische Gleichgewicht wieder her. Unter luftentfeuchtungsgeraete.net kannst Du nachlesen, welche Luftentfeuchter für welchen Bedarf ideal sind und welche Eigenschaften die Geräte aufweisen sollten.

Darüber hinaus informiert die Ratgeberseite über empfehlenswerte Produkte diverser Marken.

Die folgende Tabelle verdeutlicht, wie viel Wasserdampf ein 4-Personen-Haushalt täglich produziert:

Wäsche trocknenca. 200 Gramm / Stunde
Schlafenca. 50 Gramm / Stunde
Duschenca. 2600 Gramm / Stunde
Kochenca. 1500 Gramm / Stunde

 

Wohngifte – die unsichtbare Gefahr

Die Liste an Wohngiften ist lang. Schimmelsporen sind eine natürliche Variante. In Möbeln, Farben, Tapeten, Lacken und Fußböden lauern hingegen chemische Vertreter.

Ein bekanntes Beispiel ist Formaldehyd, eine chemische Verbindung, die seit rund 100 Jahren zu diversen Zwecken im Einsatz ist. Oft als Bestandteil von Leim bei Holzwerkstoffen. Laut Weltgesundheitsorganisation wirkt Formaldehyd bei Menschen krebserzeugend.

Umso größer sollte die Motivation sein auf dieses Wohngift zu verzichten, wann immer es geht. Auf der von EU, IKK und dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr NRW geförderten Internetpräsenz wohnen-sie-gesund.de heißt es: „Plattenwerkstoffe mit dem Umweltsiegel des Blauen Engels für „Emissionsarme Holzwerkstoffe“ gewährleisten, dass die Belastung mit Formaldehyd in etwa so groß ist wie bei reinem Massivholz.“

Tipp: Pflanzen wie Grünlilie, Drachenbaum und Efeu senken den Formaldehydgehalt in einem Raum erheblich. Die Grünlilie beispielsweise um über 80 Prozent!

Wohnungsgifte: Phthalate und VOCs

Mutter und Kind brauchen ein gesundes Raumklimad
pixabay©StockSnap

Phthalate machen Kunststoffe geschmeidig. Auf den ersten Blick keine schlechte Eigenschaft. Das Problem ist, dass die Weichmacher aus diversen Alltagsgegenständen aus Plastik ausgasen und in die Atemluft übergehen. Außerdem können sie über Hautkontakt vom Organismus aufgenommen werden.

Das Wohngift nimmt Einfluss auf den Hormonhaushalt. „In den Hausstaub gelangen Phthalate vor allem durch mechanische Belastung, z.B. aus Bodenbelägen, und durch Ablagerung nach Ausdünsten, z.B. aus Tapeten“, so der Hinweis unter umweltbundesamt.de.

Nicht weniger beunruhigend ist die Belastung der Atemluft durch VOCs, leichtflüchtige organische Verbindungen. Sie kommen unter anderem in Farben, Lacken, Klebstoffen und Reinigungsmitteln vor. Sensible Menschen können auf VOCs mit ständiger Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen und Kopfschmerzen reagieren.

Um derartige Wohngifte zu meiden, solltest Du auf stark riechende Plastikutensilien verzichten, Lebensmittel möglichst unverpackt kaufen und bei Farben, Lacken und Co. zu Alternativen auf Wasserbasis greifen.

Folgende Umweltsiegel dienen als Orientierung:

  • Blauer Engel
  • ÖkoControl
  • Natureplus
  • Naturland

Hausstaub kann die Gefahren für die Gesundheit verstärken, weil er viele Wohngifte bindet und durch Aufwirbelungen dafür sorgt, dass entsprechende Bestandteile verstärkt in die Atemwege gelangen. Regelmäßiges Staubsaugen und Abstauben von Mobiliar sollte deshalb zur Haushaltsroutine gehören.

Frische und gesunde Atemluft ist ein wichtiger Bestandteil für Deine Gesundheit.

Ich freue mich über Deine Nachricht mit herzlichen Grüßen Petra

 

 

 

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