Feng Shui Zitat, Weisheiten und die Betrachtung der Zeit

Eine Dame mit Roten Haaren am Hafen
liliya-lisa-by unsplash

Im Feng Shui bewerten wir Experten die Zeit immer mit. Schließlich unterliegt das Haus auch Kriterien und wird sozusagen „älter“. Lass Dich überraschen, was noch alles hinter der Wahrnehmung der Zeit steckt.

Eine etwas andere Betrachtung der Zeit

„Die Zeit fliegt“, ein allgegenwärtiges Sprichwort, womit beschrieben wird, wie schnell doch die Zeit vergeht und ein Ereignis von einem gezogen ist. Es ist die Zeit, die einem in einigen Momenten davonfliegt und in anderen wie angehalten scheint. Sie kann auch ein Ereignis verlängern oder verkürzen. Objektiv betrachtet, sind die kleinsten Abstände von der einen Sekunde bis zur nächsten definiert. 

Jedoch sind es die subjektiven Wahrnehmungen eines jeden Menschen, die Erlebnisse unterschiedlich vergehen lassen. Demnach liegt es auch im Auge jedes einzelnen Betrachters, dass ein anderer Eindruck entsteht.

Ist der Mensch somit selbst in der Lage, seine Wahrnehmungen zu einem gewissen Grad zu steuern? Könnten wir damit einem schnell vergänglichen Leben entkommen? Oder sind wir doch nur an die Geschehnisse unserer Umgebung gebunden?

Um zu einem besseren Verständnis der Antworten zu gelangen, muss erst einmal eine grundlegende Frage geklärt werden. Wann nehmen wir Zeit wie wahr?

Ein Mann der auf der Holztreppe sitzt
seth-doyle-by unsplash

Albert Einstein über das Thema Zeit

Zu einem ähnlichen Thema äußerte sich einst der renommierte Wissenschaftler Albert Einstein. 

Er sagte: “Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. […]“1

Glauben wir Einstein, dann sind es die erfreulichen Momente, die wir als schnell vergänglich erachten. 

Die weniger erfreulichen sind auf der anderen Seite die, die uns manchmal ewig vorkommen.

alter Herr am sitzen und beobachten
pixpoetry-by unsplash

Die Zeit im Feng Shui

Im Feng Shui erkennen wir zeitliche Zyklen durch das System der Fliegenden Sterne. Anders als in der Formenschule wird jedem Sektor des Hauses ein bestimmter zeitlicher Aspekt zugeordnet, der sich aus der Berechnung des LoShu´s ergibt. 

Es bestehen somit 24 mögliche Richtungen eines Hauses und 9 Zyklen, bei denen jedes Haus je nach Erbauungsdatum unterschieden wird.

Wer nach den Feng Shui Regeln der zeitlichen Komponente leben will und ein Dasein voller Energie anstrebt, dem werden die folgenden Details ans Herz gelegt, um das Gleichgewicht in jedem bei Dir gehts wieder gut mit der Gesundheit oder es noch schwierig das schon super der wichtigste zu halten. 

Denn wohingegen Uhren für die Seele eine Wohltat sind, ist es im eigenen Zuhause wichtig, Möbel, Farben und Wohnaccessoires den Jahreszeiten und den zeitlichen Zyklen des Feng Shui passend zu gestalten. Da passen dann auch genannte edle Chronographen, um das eigene Selbstgefühl zu unterstützen. 

Klare Formen, ausgewählte Kontraste und ausschließlich hochwertige Materialien sollten für ein absolutes Hochgefühl sorgen, wenn sie am Handgelenk getragen werden. Zudem wecken Uhren die Lebensgeister. Selbstverständlich braucht es dann ebenso im Rahmen des Feng Shui eine entsprechende Möglichkeit zur Aufbewahrung, ohne den Fluss des Qi zu unterbrechen. 

Die Zeit ist eben sehr entscheidend für ein angenehmes Raumgefühl. Vielleicht kann dadurch die Zeit anders gefühlt und wahrgenommen werden.

Wichtige Merkmale für Zeitmesser im Wohnbereich

Mit Uhren im Allgemeinen werden dem Feng Shui zufolge die Lebensgeister geweckt. Vorausgesetzt, sie sind gekonnt platziert. Problematisch sind Zeitanzeiger, die nicht funktionieren und als reines Stilelement genutzt werden.

Diese bewirken, dass die Leistungsfähigkeit sowie die Motivation gehemmt sind. So werden Bewohner der Wohnung oder des Hauses schnell ineffektiv und sie leiden unter Konzentrationsschwierigkeiten. 

Eine Uhr ist immer ein bewegtes und aktives Element im Wohnraum und zieht Aufmerksamkeit an. Darum unbedingt darauf achten die Uhr nicht in Ruhebereiche zu platzieren, denn Uhren gelten als ein „Yang“ Element.

Tipp

Wohnen im Zeitalter des Feng Shui

Tipp

Dabei ist es zugegebenermaßen nicht immer einfach, sich ganz nach der Lehre des Feng Shui einzurichten. So biete ich Dir für das harmonische Wohnen, Arbeiten und Leben eine professionelle Feng Shui Beratung. Unabhängig von einem Haus oder einer Wohnung zeige ich Dir, wo Du Ruhe, Erholung und Kraft findest. Dabei spielt eine Vielzahl von Dingen eine wichtige Rolle. So leisten etwa Bilder, Gemälde oder Poster schnell einen weniger positiven Beitrag zum allgemeinen Wohlgefühl in den eigenen vier Wänden. Besonders wenn sich auf diesen – auch erst auf den zweiten Blick – negative Darstellungen befinden. Im Gegenzug können starke Motive mit hellen, freundlichen Farben, Energie vermitteln und beflügeln.
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Gute Zeiten

Ordnet man diese Augenblicke in eine Skala, könnte man ein Spektrum bilden, inwiefern der Mensch in bestimmten Zeiträumen die Zeit wie betrachtet. Nehmen wir beispielsweise ein Geschehen, je erfreulicher dieses ist und je eher wir auf den Moment fokussiert sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Mensch seine Umgebung vergisst. Damit geht auch sein Zeitgefühl verloren.

Sei es ein nettes Gespräch, eine Achterbahnfahrt oder das Betrachten des Sternenhimmels mit dem Liebsten, es sind solche Augenblicke, die für einen kurzen Moment unendlich erscheinen, gleichwohl aber auch schnell vorüber sind.

Schlechte Zeiten

Im Gegensatz dazu stehen die weniger erfreulichen Geschehnisse. Diese werden oft mit einem sehnlichen Wunsch der schnell vergehenden Zeit in Verbindung gebracht. 

Beispiele dafür sind das Warten beim Arzt oder im Unterricht mit beiden Augen auf die langsamen Zeiger der Uhr zu starren. Aber es zählt auch dazu in einer unangenehmen Situation festgehalten zu werden. 

Es sind solche Augenblicke, die uns langwierig und qualvoll erscheinen. Auch sind es diese Momente, denen wir einen Großteil unserer Gedanken der Zeit widmen.

Wir fokussieren nicht nur unsere Gedanken auf die Zeit.

Wir binden uns auch mit körperlichen Gesten an die langen und schweren Sekunden. Das Klopfen mit dem Fuß auf den Boden, der ständige Blick auf die Armbanduhr und das Aneinanderreiben der Fingerspitzen sind selten bewusste, aber oft unbewusste rhythmische Bewegungen.

 Sie vermitteln uns ein näheres Gefühl zu der Zeit und so nehmen wir sie länger wahr.

Der Mensch selbst sehnt sich nach einem glücklichen Leben voller erfreulicher Momente.

Sind es aber nicht die erfreulichen Momente, die unsere Angst vor der „wahren Sekunde“ vertuschen? Können wir nur durch das Erleben von unerfreulichen Geschehnissen unser Leben als lang wahrnehmen und einem schnell vergänglichen Leben entkommen? 

Wie erklärt sich dann das Phänomen: In jungen Jahren empfindet der Mensch die Zeit als langsam verstreichend, während sie im Alter als schnell vergänglich wahrgenommen wird?

Die schnelle Zeit

Eine Dame mit Feng Shui Zitate in der Natur
Hannah Skelly by unsplash

Es sind die Augenblicke und Situationen, die das Zeitgefühl rauben oder die Zeit wie verlangsamt wirken lassen.

Oft sind es aber die schnellverstreichenden Momente, die mit erheiternden Erinnerungen gefüllt sind.

Das sind diese, in denen wir Freude und Einzigartiges erleben. Und wenn wir sagen „wie schnell doch die Zeit vergeht“, passiert das meistens rückblickend auf ein Erlebnis.

Die Erinnerungen beanspruchen also einen wichtigen Teil der Zeitwahrnehmung. Marc Wittmann vom Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg sagt, „[…] dass das Gedächtnis die Zeitwahrnehmung maßgeblich bestimmt.“2

Das Gehirn ist ein wichtiger Faktor unserer Wahrnehmung.

Ein Abstecher in die Psychologie des Gehirns zeigt einfach ausgedrückt, dass unser Gehirn entscheidet, inwiefern eine Information wichtig oder unwichtig ist. Dann wird entschieden, wie diese Information unser Kurzzeitgedächtnis verlässt. Entweder wird sie als relevant angesehen und in das Langzeitgedächtnis übertragen oder gelöscht.

Es sind also die besonderen und merkwürdigen Momente, die wir in unserem Gedächtnis behalten. Die bedeutungslosen Momente und hundertmal wiederholten Taten sind es andererseits, die wir schnell wieder vergessen.

So ist es auch gar nicht erstaunlich, dass wir vergessen, ob wir die Tür abgeschlossen oder den Herd ausgemacht haben. Anders ist es aber, wenn wir ein fremdes Land besuchen oder zum ersten Mal mit Schlittschuhen fahren. An solche Augenblicke erinnern wir uns noch lange Zeit.

Das Gedächtnis in der Zeitwahrnehmung

In der Zeitwahrnehmung spielt das Gedächtnis eine wichtige Rolle, insbesondere wenn es um die rückwirkende Betrachtung von Erlebnissen geht.

Erleben wir also oft Neues im Leben und Lernen wir häufig fremde Dinge kennen, dann bleiben meistens diese Momente im Gedächtnis hängen. Rückblickend auf unser Leben betrachtet fühlen wir also, dass wir mehr erlebt haben.

Andererseits wenn wir wenig Neues erleben oder Fremdes erlernen und unseren Alltag fast immer gleich wahrnehmen, haben wir rückblickend weniger erlebt.

Dies lässt sich auch auf die zuvor gebrachte Frage beziehungsweise das Phänomen anwenden.

Inwiefern nimmt der Mensch also mit steigendem Alter die Zeit schneller wahr?

Jung und Alt im Laufe der Zeit

Im Stress ihres Alltages erleben und bewältigen junge Menschen mehr.

Erst im höheren Alter zeigt die Ruhe der aufkommenden Monotonie weniger Neugesehenes.

Somit speichert unser Gedächtnis weniger neue Momente ab. Dementsprechend ist eine Zeitspanne für junge Menschen rückblickend länger als für ältere Menschen. Also je mehr Neues und Emotionales erlebt wird, desto eher wirkt ein zurückliegender Zeitraum länger. Das bedeutet, der Mensch kann die gefühlte vergangene Zeit abbremsen, indem er selbst mehr „erste Male“ erlebt.

Ein Brautpaar im Auto

Die Wahrnehmung unserer Zeit ist ein Paradoxon in sich selbst

Den erlebten schönen Augenblick nehmen wir als schnellvergänglich war.

Viele dieser schnellvergänglichen Momente scheinen für eine kurze Weile unendlich.

Obwohl sie uns schnell wieder verlassen, so erinnern wir uns rückblickend an ein langes und erlebnisreiches Leben. Doch erst wenn der Mensch entscheidet seinen Wunschvorstellungen zu folgen und in Taten umzusetzen, kann er ein erfülltes Leben haben, welches er auch als lang wahrnehmen wird.

Zeit ist in der Regel eine in immer gleichen Abständen vergängliche Dimension mit klar definierten Abständen.

Die Zerteilung der Stunde in sechzig Minuten und der Tag mit seinen vierundzwanzig Stunden sind alles mehr oder weniger von Menschenhand bestimmte naturbasierende Paradigmen.

Nur weil die Zeit in bestimmten Abständen als schneller oder langsamer empfunden wird, ist es trotzdem unmöglich sein Leben länger oder kürzer zu leben. Ein lang wahrgenommenes Leben ist ein erlebnisreiches Leben, während das schnelle Ende im Trott des Alltags gefunden werden kann. Also rückblickend zu dem anfangs genannten Sprichwort bleibt nur eine einzige Frage übrig:

Ist es die Zeit, die fliegt, oder ist es der Mensch, der stehenbleibt?

Ich hoffe, Du konntest unsere Betrachtungen nachempfinden. Dieser Beitrag ist eine Zusammenarbeit von zwei Generationen, mit mir und meinem Sohn.

Petra und Shady Coll Exposito

Bildnachweise: Frau mit blauen Kleid: liliya-lisa-by unsplash, Am Strand mit Holzstuhl: pixpoetry-by unsplash, Frau mit weißen Shirt am Strand: seth-doyle-by unsplash, Braut im Auto: pixabay by Free-Photos, Frau im Wald auf Brücke: Hannah Skelly by unsplash.

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